Windkraftplanung

Die Windenergienutzung hat sich unter den erneuerbaren Energieträgern in Deutschland am schnellsten entwickelt. Sie zählt zu den wichtigsten Quellen der Stromerzeugung unter den Trägern regenerativer Energien und steht somit für eine besonders umweltfreundliche Art der Stromerzeugung. Beim Ausbau der Windenergienutzung (Errichtung oder Repowering) müssen naturschutzfachliche und artenschutzrechtliche Belange, insbesondere der Vogel- und Fledermausschutz, besondere Beachtung finden. Hintergrund ist die Empfindlichkeit bestimmter Vogel- und Fledermausarten gegenüber Windenergieanlagen (Kollisionsrisiko, Scheuchwirkung, etc.). Daher ist bei der Planung von Windparks häufig eine Erfassung dieser Tiergruppen erforderlich.

Windenergieanlagen

Mit tierökologischen Fachgutachten für Windenergieprojekte beschäftigen wir uns seit nunmehr über zwanzig Jahren.

So können wir insbesondere auf reichhaltige Erfahrungen bei Rast- und Brutvogelerfassungen zurückblicken, ebenso wie auf die standardisierte Methode der Raumnutzungsanalyse (RNA) für Windkraftplanung. Weiterhin gehören auch Fledermauserfassungen mit entsprechendem Langzeit-Höhenmonitoring, stationären Erfassungsgeräten sowie Detektorbegehungen zu unserem spezifischen Leistungsspektrum. Zur Konzeption der ökologischen Begleituntersuchung sind in Schleswig-Holstein die „Empfehlungen zur Berücksichtigung tierökologischer Belange bei Windenergieplanungen in Schleswig-Holsteins“ (LANU 2008) als auch die vertiefende Empfehlung „Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) innerhalb der Abstandsgrenzen der sogenannten Potentiellen Beeinträchtigungsbereiche bei einigen sensiblen Großvogelarten“ (MELUR 2013) zu Grunde zu legen.

Neben den Grundlagenerfassungen haben wir zudem langjährige Erfahrung in der Erstellung von faunistischen und artenschutzrechtlichen Fachbeiträgen als erforderlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. Der faunistische Fachbeitrag fasst die Ergebnisse der Geländeuntersuchungen zum Vorkommen von Vogelbeständen und Fledermäusen zusammen (inkl. kartographische Darstellung via GIS), der artenschutzrechtliche Fachbeitrag beurteilt die möglichen vorhabensbedingten Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenwelt aus artenschutzrechtlicher Sicht. So ist zu prüfen, ob Zugriffsverbote gemäß § 44 Abs. 1 BNatSchG (Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten) bzgl. bedeutender Vogel- und Fledermauslebensräume, in denen Konflikte zwischen Windenenergienutzung und Artenschutz möglich sind, ausgelöst werden können und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Eintreten von Verbotstatbeständen (Tötung, Verletzung, Störung, etc.) zu vermeiden.

Eine Auswahl unserer Referenzen im Bereich Windkraft finden Sie auf der Seite Referenzen.